Kundeneinstufung

Infolge der Umsetzung der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID) und entsprechend den Bestimmungen des Financial Services and Activities and Regulated Markets Law von 2012 (L144(I)/2007) (im Weiteren „das Gesetz“), ist die IQ Option Europe Ltd (im Weiteren „die Gesellschaft“) gehalten, Kunden einzustufen als:

  • Kleinanleger
  • Professioneller Kunde
  • Geeignete Gegenparteien

Die Gesellschaft ist gehalten, dies zu tun, damit der Kunde, wenn die Bank eine Geschäftsbeziehung mit ihm unterhält, ein Niveau an Information, Dienstleistungen und Schutz gewährleistet wird, dass der Kundeneinstufung angemessen und angebracht ist.

Alle Kunden werden über ihre Einstufung auf der der Gesellschaft zur Verfügung stehenden Information benachrichtigt. Wenn nicht anders bestimmt, werden alle Kunden von der Gesellschaft als Kleinanleger gemäß MiFID behandelt.

  1. 1. Einstufungskriterien

    Die für die Einstufung der Kunden aufgrund der relevanten Bestimmungen des Gesetzes vorgesehenen Kriterien sind wie folgt:
    (A) Kleinanleger: ein Kunde, der weder Professioneller Kunde noch Geeignete Gegenpartei ist,
    (B) Professioneller Kunde: ein Kunde, der die Erfahrung, Kenntnisse und Fachkunde hat, um seine eigenen Anlageentscheidungen zu treffen und die durch ihn eingegangenen Risiken richtig zu beurteilen. Derartige Kunden müssen zu einer der folgenden Kategorien gehören:

    1. Juristische Personen, die der Zulassung oder Regulierung für die Betätigung auf Finanzmärkten unterliegen. Die unten angeführte Liste ist als alle zugelassenen juristischen Personen zu verstehen, die typische Tätigkeiten der erwähnten juristischen Personen ausüben: juristische Personen, die durch einen Mitgliedstaat gemäß einer EU-Richtlinie zugelassen sind, juristische Personen, die durch einen Mitgliedstaat ohne Bezugnahme auf eine solche Richtlinie zugelassen oder reguliert werden, und juristische Personen, die durch einen Nicht-Mitgliedstaat zugelassen oder reguliert werden:

      1. Kreditinstitute
      2. Investmentfirmen
      3. Andere zugelassene oder regulierte Finanzinstitute
      4. Versicherungsgesellschaften
      5. Gemeinsame Anlagen und Verwaltungsgesellschaften solcher Anlagen
      6. Pensionsfonds und Verwaltungsgesellschaften solcher Fonds
      7. Rohstoffhändler und Händler von Rohstoffderivaten
      8. Ortsansässige
      9. Sonstige institutionelle Anleger
    2. Großunternehmen, die zwei der folgenden Größenanforderungen erfüllen:

      1. Mindestbilanzsumme: EUR 20.000.000,
      2. Mindestnettoumsatz: EUR 40.000.000,
      3. Eigenmittel mindestens: EUR 2.000.000.
    3. Nationale und regionale Behörden, öffentliche Einrichtungen, die öffentliche Schulden verwalten, Zentralbanken, internationale und supranationale Institutionen, wie die Weltbank, der Internationale Währungsfond (IWF), die Europäische Zentralbank (EZB), die Europäische Investitionsbank (EIB) oder vergleichbare internationale Organisationen.

    4. Sonstige institutionelle Anleger, deren Haupttätigkeit ist, in Finanzinstrumente zu investieren, einschließlich juristischer Personen, die sich mit der Verbriefung von Vermögenswerten oder anderen Finanztransaktionen befassen.

    (C) Geeignete Gegenparteien: jede der folgenden juristischen Personen, denen ein Kreditinstitut oder eine Anlagefirma Dienstleistungen zum Empfang oder zur Übermittlung von Aufträgen im Namen des Kunden und/oder die Ausführung von Aufträgen und/oder den Handel auf eigene Rechnung erbringen: Gemeinsame Anlagefonds, sonstige Anlagefonds, Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen, Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren und ihre Verwaltungsgesellschaften, Pensionsfonds und ihre Verwaltungsgesellschaften und andere Finanzinstitute, die durch einen Mitgliedstaat zugelassen sind oder nach Gemeinschaftsrecht oder nationalem Recht eines Mitgliedstaats reguliert werden, Unternehmen, die von der Anwendung des Gesetzes entsprechend den Absätzen (k) und (l) des Unterabschnitts (2) oder des Abschnitts 3 ausgenommen sind, nationale Behörden und ihre entsprechenden Mitarbeiter, einschließlich öffentliche Einrichtungen, die mit öffentlichen Schulden handeln, Zentralbanken und supranationale Organisationen.

  2. 2. Antrag auf Änderung der Einstufung

    Kleinanleger können beantragen, als Professionelle Kunden eingestuft und behandelt zu werden. In diesem Falle
    wird ihnen ein geringerer Schutz gewährt.

    Professionelle Kunden können beantragen, als Kleinanleger eingestuft und behandelt zu werden. In diesem Falle wird ihnen ein höherer Schutz gewährt.

    Geeignete Gegenparteien können beantragen, entweder als Kleinanleger oder Professionelle Kunden eingestuft und behandelt zu werden. In diesem Falle wird ihnen ein höherer Schutz gewährt.

    Es wird darauf hingewiesen, dass die Gesellschaft bestimmte quantitative und qualitative Kriterien entsprechend den Bestimmungen des Gesetzes beurteilen wird und die Änderungen der Einstufung in ihrem alleinigen Ermessen liegen.

  3. 3. Ablauf zur Änderung der Einstufung

    Andere Kunde, als die in Abschnitt 2 (B) erwähnten, können beantragen, als Professionelle Kunden behandelt zu werden, wenn mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt sind:

    1. Der Kunde hat Transaktionen mit bedeutendem Umfang auf dem relevanten Markt mit einer durchschnittlichen Häufigkeit von 10 pro Quartal während der vorhergehenden vier Quartale ausgeführt.
    2. Der Umfang des Finanzinstrumentportfolios des Kunden, definiert als Bareinlagen und Finanzinstrumente enthaltend, überschreitet EUR 500.000.
    3. Der Kunde arbeitet oder arbeitete im Finanzsektor mindestens während eines Jahres in einer beruflichen Stellung, die Kenntnisse über Transaktionen oder vorgesehene Dienstleistungen erfordert.

    Die oben bezeichneten Kunden können auf den Vorteil der detaillierten Verhaltensregeln nur verzichten, wenn das folgende Verfahren durchlaufen wird

    1. Sie müssen der Gesellschaft schriftlich bestätigen, dass sie wünschen, als professionelle Kunden behandelt zu werden, entweder im Allgemeinen oder bezüglich einer bestimmten Anlagedienstleistung oder Transaktion oder einer Transaktions- oder Produktart.
    2. Die Gesellschaft muss ihnen einen klaren schriftliche Warnhinweis über die Schutz- und die Anlegerentschädigungsrechte geben, die sie verlieren können.
    3. Sie müssen schriftlich in einer vom Vertrag getrennten Unterlage erklären, dass sich der Konsequenzen des Verlustes solcher Rechte bewusst sind.

    Vor dem Entscheid über die Annahme jeglicher Verzichtserklärungen muss die Gesellschaft alle angemessenen Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass der Kunde, der beantragt als professioneller Kunde behandelt zu werden, die oben genannten relevanten Anforderungen erfüllt.

    Jedoch ist es nicht beabsichtigt, das, sofern Kunden bereits als professionelle Kunden gemäß Parametern und Verfahren, die den oben genannten gleich kommen, eingestuft sind, ihre Beziehungen zur Gesellschaft durch irgendwelche neuen Regeln, die im Sinne des Gesetzes angenommen wurden, betroffen werden.

  4. 4. Schutz der Kunden – Kleinanleger / Professionelle Kunden / Geeignete Gegenpartei

    Der zusätzliche Schutz, der einem Kleinanleger im Vergleich zu einem Professionellen Kunden gewährt wird, umfasst ohne Einschränkungen folgendes:

    1. Ein Kleinanleger erhält mehr Informationen und Offenlegungen bezüglich der Gesellschaft, ihrer Dienstleistungen und beliebigen Anlangen, ihrer Kosten, Provisionen, Entgelte und der Sicherung der Finanzinstrumente und Einlagen des Kunden.
    2. Nach dem Gesetz soll die Gesellschaft den Kleinanleger bitten, Informationen bezüglich seiner Kenntnisse und Erfahrungen im Anlagebereich, der für die spezifische Produktart oder die angebotene Dienstleistung relevant ist, um der Gesellschaft die Beurteilung zu ermöglichen, ob die vorgesehene Anlagedienstleistung oder das vorgesehene Anlageprodukt für den Kunden geeignet ist. Falls die Gesellschaft auf Grundlage der erhaltenen Informationen das Produkt oder die Dienstleistung als für einen Kleinanleger nicht geeignet ansieht, soll sie den Kunden entsprechend warnen.
      Die Gesellschaft ist berechtigt anzunehmen, dass ein professioneller Kunde die notwendige Erfahrung und die notwendigen Kenntnisse hat, um die entsprechenden Risiken in Bezug auf solche speziellen Anlagedienstleistungen Transaktionen oder Transaktions- oder Produktarten, für die der Kunde als professioneller Kunde eingestuft ist, zu verstehen. Folglich und anders als bei einem Kleinanleger soll die Gesellschaft nicht generell zusätzliche Informationen vom Kunden erwirken zu Zwecken der Beurteilung der Eignung solcher Produkte und Dienstleistungen, für welche sie als professioneller Kunde eingestuft wurden.
    3. Bei Ausführung von Aufträgen muss die Gesellschaft alle angemessenen Schritte unternehmen, um zu gewährleisten, dass der Auftrag eines Kleinanlegers als solcher ausgeführt wird, um die sog, „beste Ausführung“ der Kundenaufträge zu erreichen, d.h. das bestmögliche Ergebnis für ihre Kunden zu erzielen.
      Wenn die Gesellschaft einen Auftrag im Auftrag eines Kleinanlegers ausführt, soll das bestmögliche Ergebnis im Sinne des Gesamtgesichtspunktes bestimmt werden, der den Preis des Finanzinstruments und die Kosten bezüglich der Ausführung darstellt, die sämtliche dem Kunden entstehenden Aufwendungen beinhalten soll, die direkt mit der Auftragsausführung verbunden sind, einschließlich Ausführungsplatz-, Clearing- und Abwicklungsentgelte und aller sonstigen Entgelte, die Dritten gezahlt werden, die in die Auftragsausführung einbezogen sind.
      Wenn professionellen Kunden die beste Ausführung geboten wird, ist die Gesellschaft nicht gehalten, den Gesamtkosten der Transaktion als für den wichtigsten Faktor bei Erzielung der besten Ausführung den Vorrang zu geben.
    4. Die Gesellschaft muss von den Kunden solche Informationen erhalten, die von ihr benötigt wird, um die grundlegenden Fakten über den Kunden zu verstehen und eine angemessene Grundlage für die Überzeugung und die gebührende Berücksichtigung von Natur und Umfang der angebotenen Dienstleistung zu haben, dass die spezielle Transaktion, die im Verlauf der Erbringung der Anlageberatung empfohlen wird oder in den Ablauf der Erbringung einer Leistung zur Portfolioverwaltung aufgenommen wird, den folgenden Kriterien entspricht:

      1. sie entspricht den Anlagezielen des fraglichen Kunden;
      2. sie ist so, dass der Kunde in der Lage ist, alle verbundenen Anlagerisiken die mit seinen Anlagezielen vereinbar sind, finanziell tragen kann.
      3. sie ist so, dass der Kunde die notwendige Erfahrung und die notwendigen Kenntnisse hat, um mit der Transaktion oder der Verwaltung seines Portfolios verbundenen Risiken zu verstehen.

      Wenn die Gesellschaft eine Anlagedienstleistung gegenüber einem professionellen Kunden erbringt, ist sie berechtigt anzunehmen, dass in Bezug auf die Produkte, Transaktionen und Dienstleistungen, für die er eingestuft ist, der Kunde den notwendigen Grad an Erfahrung und Kenntnissen im Sinne des Absatzes (4.4.3) oben hat. Die Gesellschaft soll zusätzlich unter bestimmten Umständen berechtigt sein anzunehmen, dass ein professioneller Kunde in der Lage ist, jegliche Anlagerisiken, die mit seinen Anlagezielen verbunden sind, zu tragen.

    5. Die Gesellschaft wird einen Kleinanleger mit Informationen bezüglich des ausgeführten Auftrags zeitnah und inhaltlich detaillierter informieren.

    6. Die Gesellschaft wird einen Kleinanleger zur Haftung der Gesellschaft in Bezug auf die mögliche Zahlungsfähigkeit der Depotstelle, bei der die Finanzinstrumente des Kunden gehalten werden, informieren.

    7. Die Gesellschaft wird den Kleinanleger über die Grundsätze der Gesellschaft zu Interessenkonflikten informieren.
    8. Die Gesellschaft wird den Kleinanleger über die Grundsätze der Gesellschaft zu Beschwerden und Beanstandungen informieren.
    9. Die Gesellschaft wird den Kleinanleger über sein Anrecht auf Deckung aus dem Anlegerentschädigungsfonds informieren.
 
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